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Neues Projektzentrum für Biomedizin eröffnet

V.l.n.r.: Prof. Ulrike Köhl, Institutsleiterin Fraunhofer IZI, Prof. Frank Emmrich, Institutsleiter Fraunhofer IZI, Prof. Hubert Lakner, Vorsitzender Lenkungskreis Projektzentrum und geschäftsführender Institutsleiter Fraunhofer IPMS, Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee, Thüringischer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Carsten Schneider, MdB, Prof. Andreas Tünnermann, Institutsleiter des Fraunhofer IOF, Walter Rosenthal, Präsident Friedrich-Schiller-Universität Jena

Drei Fraunhofer-Institute bündeln Kompetenzen unter einem Dach. Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen sind zentrale gesellschaftliche Herausforderungen, die nur mit interdisziplinären Ansätzen lösbar sind. Dabei sind der Einsatz und die Weiterentwicklung von Schlüsseltechnologien in Biowissenschaften, Mikroelektronik sowie Optik und Photonik von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund wurde am 19. Oktober 2018 das neue Fraunhofer-Projektzentrum »Mikroelektronische und Optische Systeme für die Biomedizin« (MEOS) am Standort Erfurt  in Anwesenheit des Thüringischen Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Wolfgang Tiefensee, des Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Reimund Neugebauer, des Erfurter Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider und des Vorsitzenden des Lenkungskreises des Projektzentrums und geschäftsführenden Institutsleiter des Fraunhofer IPMS, Prof. Hubert Lakner, eröffnet.

 

Zukünftig agieren hier drei Institute. Dazu gehören das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF und das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI. Gemeinsam und in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft wird an neuen biomedizinischen Anwendungen und Systemen geforscht. Auch erste Einblicke in die zukünftigen Labore wurden gewährt.

 

Der Zusammenschluss von Fraunhofer IPMS, einem Forschungsdienstleister für Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Fraunhofer IOF, einem Kompetenzzentrum für Optik und Photonik, und Fraunhofer IZI, konzentriert auf Biowissenschaften, setzt ein deutliches Zeichen, dass zukünftig Kernkompetenzen gebündelt und interdisziplinär verwertet werden müssen. Auch der Standort Erfurt trägt mit seiner Forschungsinfrastruktur, den angesiedelten Unternehmen und den Kontakten zu den Hochschulen in Erfurt, Ilmenau und Jena als Erfolgsfaktor bei.

 

Dies betonte auch der thüringische Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee: »Die Fraunhofer-Gesellschaft ist seit Jahren ein wichtiger Impulsgeber für die mittelständischen Unternehmen in Thüringen. Sie sorgt für einen zügigen Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen  und unterstützt damit ein zentrales Ziel der Thüringer Innovationspolitik. Mit dem neuen Projektzentrum wird der Standort zusätzlich an der Schnittstelle der Thüringer Kernbranchen Optik, Medizintechnik und Mikroelektronik gestärkt.« Das Land wird die Gesamtkosten der Anlaufphase bis 2022 in Höhe von 35 Millionen Euro zur Hälfte tragen.

 

Das Fraunhofer-Projektzentrum wird sich zunächst auf drei Technologieplattformen konzentrieren: optische Systeme für die hochaufgelöste Mikroskopie, die verbesserte medizinische Bildgebung sowie Technologien für die Biosensorik. Perspektivisch ist die Ausweitung der Aktivitäten auf andere Anwendungsfelder denkbar.

 

Prof. Hubert Lakner, Geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IPMS und Vorsitzender des Lenkungskreises des Projektzentrums, ergänzt abschließend: »Der Transfer der Forschung und Entwicklung in industrielle Technologien und Pilotfertigung ist von Beginn an integraler Bestandteil des Projektzentrums. Hier in Erfurt sollen schon bald anwendungsreife Systeme für Medizintechnik, Analytik, Diagnostik, Biotechnologie und -photonik, sowie Pharma und Ernährungswirtschaft entwickelt und in die Industrie transferiert werden.«

 

Die Anschubfinanzierung von 20 Millionen Euro verteilt auf fünf Jahre für erste wissenschaftliche Projekte übernehmen die Fraunhofer-Gesellschaft und der Freistaat Thüringen gemeinsam zu gleichen Teilen. Ebenfalls zu gleichen Teilen werden die Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro für den Ausbau und die Ausstattung des neuen Projektzentrums übernommen. Danach soll das Projektzentrum perspektivisch in die Bund-Länder-Finanzierung der Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen werden.

 

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