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Das Potenzial von Glas besser erschließen


SACE kombiniert thermische und chemische Wirkmechanismen zu einem produktiven und präzisen Verfahren für die Mikrobearbeitung von Glas. Wir sprachen mit Professor Rolf Wüthrich, der mit seinem Team das SACE-Verfahren an der Universität in Montreal entwickelt hat.

Professor Dr. Rolf Wüthrich, verantwortlich für die Entwicklung des SACE-Prozesses und dessen Industrialisierung im Hause Posalux
[zum Vergrößern in das Bild Klicken]

Mikroproduktion: Sie haben mit Ihrem Team seit über zehn Jahren intensiv an der Technologie gearbeitet. Was zeichnet das Verfahren aus?

Wüthrich: Wie der Name ›Spark Assisted Chemical Engraving‹ bereits sagt, handelt es sich beim SACE-Prozess um eine Kombination chemischer und thermischer Wirkmechanismen. Bei höherer Stromdichte dominiert der thermische Prozess mit hoher Abtragsrate und relativ rauer Oberfläche, bei geringer Stromdichte ist die bearbeitete Kontur sehr präzise, und die Oberflächengüte erreicht Werte von Ra circa 1 µm. Es handelt sich um ein siliziumbasiertes Verfahren, das auch für verwandte Werkstoffe geeignet ist, beispielsweise für Quarz, Siliziumoxid oder reines Silizium.

 

Mikroproduktion: Welche Hürden gab es auf dem Weg zur Industrialisierung zu meistern?

Wüthrich: Das Kernproblem bestand darin, bei der Elektrolyse die Bildung des dünnen, turbulenten Plasmafilms reproduzierbar zu steuern. Durch die elektrischen Parameter der Stromführung und die kinematischen Parameter der Werkzeugführung können wir den Prozess gut beherrschen. Die Methode, den turbulenten Funkenspalt reproduzierbar zu steuern, ist unser Know-how. Weitere Bedingungen für eine Akzeptanz in industriellen Anwendungen sind natürlich auch die Produktivität sowie die Automatisierung. Hierfür hat Posalux praxistaugliche Werkzeugmaschinen parat. Damit sind wir auch gegenüber etablierten Verfahren wie der Laserablation oder dem Ätzen absolut wettbewerbsfähig ...

 

Hersteller
POSALUX SA
CH-2500 Biel-Bienne 6
Tel. +41 32 344 75 00
www.posalux.ch

 

 

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