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Formschlüssig und feinfühlig gespannt

Mit dem Gefrier-/Heizchuck der Kugler GmbH aus Salem lassen sich filigrane Teile optimal bearbeiten. Die spezielle Spanntechnik für Mikrobauteile vermeidet dabei Fehler beim Einspannen oder gar Schädigungen des Werkstücks. Zwei Vorgehensweisen bieten sich für die Bearbeitung an: das Spannen auf gefrorenem Wasser oder in niedrig schmelzendem Kunststoff sowie Metall. Selbst sehr kleine Wandstärken mit komplexen Geometrien lassen sich mit dieser einfachen Spanntechnik behandeln, ohne dass eine Sonderspannvorrichtung benötigt wird. Unter Verwendung von Materialien wie Paraffinen, speziellen Kunststoffen oder Woods-Metall – einer niedrigschmelzenden Wismut-Legierung – kann bei Raumtemperatur gearbeitet werden. Diese Stoffe werden durch Erhitzen verflüssigt, die Bauteile hineingelegt und durch Abkühlen auf Raumtemperatur gespannt. Neben der Formschlüssigkeit erlaubt diese Spanntechnik auch den Kraftschluss. Bei der Arbeit in gefrorenem Wasser muss berücksichtigt werden, dass das Eis durch die Verwendung von Kühlmittel auftaut. Zudem ist die Ausdehnung von Wasser unterhalb des Gefrierpunkts zu beachten, um das Werkstück nicht zu beschädigen. Der Thermochuck lässt sich innerhalb von 5 Minuten von Raumtemperatur auf –10 oder auf +80 °C bringen. Anwendungen finden sich in der Luft- und Raumfahrtindustrie, der Uhrentechnik und der Medizintechnik.