Entwicklungsschub für die mobile Diagnostik
Im Rahmen eines Projekts sollen im Labormaßstab gängige Ansätze zur Probenvorbereitung in tragbare Geräte integriert werden. Der Mikrofluidik-Automatisierung und der Fertigung mikrostrukturierter Kunststoffbauteile kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.
Um den hohen Qualitätsanforderungen des Bauteils gerecht zu werden, wurde der Werkzeugeinsatz mit einer Ultrapräzisions-Fräsanlage gefertigt
Immer mehr Krankheitserreger sind im Umlauf, und auch Unverträglichkeiten nehmen zu. Eine schnelle Diagnose wird daher stetig wichtiger, um eine entsprechende Behandlung einleiten zu können. Daher besteht ein großer Bedarf an einem gleich berechtigten Zugang zu tragbaren Geräten. Diese sollten auf individuelle gesundheitliche Bedürfnisse, wie zum Beispiel Allergien, reagieren können. Erfüllt werden müssen aber auch technologische beziehungsweise gesetzliche Anforderungen, zum Beispiel wenn die Geräte in Produktionslinien der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden.
Derzeit verzichten tragbare Lösungen häufig auf den Schritt der Probenvorbereitung, was auf Kosten der Empfindlichkeit geht, oder sie beinhalten mehrere manuelle Schritte, die nicht in einem tragbaren Gerät umgesetzt werden können. Die Probenvorbereitung im Labormaßstab basiert hauptsächlich auf chromatografischen Techniken, die die ›Portabilität‹ erschweren und den Einsatz vor Ort verhindern. Das Projekt ›LabyrinTH based approachES for samplE preparation, cleanUp, Screening‹, kurz ›Theseus‹, setzt hier an (Bild 1). […]
Institut:
Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V.
D-70569 Stuttgart
Tel. +49 711 68581131
www.hahn-schickard.de