Keramikfräsen schlägt Schleifen und Polieren
Um technische Keramik zu bearbeiten, kommen bisher vor allem klassische Verfahren wie Schleifen und Polieren zum Einsatz. Mit innovativen Werkzeugen, die den Schneiddruck auf eine größere Anzahl von Schneiden verteilen, gelingt nun auch das Fräsen von Keramik prozesssicher.
Bild 1. Das Musterbauteil spiegelt sowohl die aktuellen Anforderungen der keramischen Industrie als auch die Fertigungsvielfalt und -kompetenz von MPK wider
Für hoch belastete Bauteile ist technische Keramik als Werkstoff besonders interessant. Die Härte und geringe Zähigkeit von Keramik erschweren die Bearbeitung jedoch extrem. Wie sie dennoch funktioniert, zeigt jetzt das Unternehmen MPK Special Tools aus Schwäbisch Gmünd: Die Spezialisten für Präzisionsbauteile fräsen Keramik im µm-Bereich und mit besonders scharfen Kanten. Dazu setzt das Unternehmen auf Werkzeuge der ›Marlin-3D‹-Serie von Zecha.
Am keramischen Musterteil aus teilstabilisiertem Zirkonoxid gelangen Fertigungsschritte wie Fräsen, Schleifen oder Bohren in hoher Präzision, mit Oberflächenrauheiten im Nanometerbereich und, je nach Zielsetzung, auch mit scharfen Werkstückkanten und in deutlich kürzerer Prozesszeit, als beim aufwendigen Schleifen (Bild 1). »Mikrometertoleranzen beim Keramikfräsen, das erreichen nur ganz wenige Fertigungsunternehmen. Damit heben wir das Fräsen von technischer Keramik im Vergleich zu Standardverfahren auf eine höhere Leistungsstufe. Für unsere Kunden können wir auch filigrane, komplexe Bauteilgeometrien, die mittels Schleifen teils gar nicht herstellbar wären, nun sehr effizient fräsen«, bringt es Christoph Steiner, MPK-Betriebsleiter, auf den Punkt. [...]
Hersteller:
MPK Special Tools GmbH
D-73527 Schwäbisch Gmünd
www.mpk-specialtools.de